Dachsweg in Hatten saniert: Radverbindung nach Oldenburg für rund 499.00 Euro erneuert
Dachsweg in Hatten saniert: Radverbindung nach Oldenburg für rund 499.000 Euro erneuert - Gemeinde setzt auf wirtschaftliche Lösung statt 3 Millionen Euro teurer Premiumroute – Bauarbeiten abgeschlossen und Strecke freigegeben
Die Sanierung des Dachsweges zwischen Grenzweg und Sprungweg ist abgeschlossen. Damit steht Radfahrerinnen und Radfahrern eine erneuerte Verbindung in Richtung Oldenburg zur Verfügung. Die Gemeinde Hatten hat die Maßnahme mit Gesamtkosten von 499.050,81 Euro umgesetzt. Trotz zusätzlicher Arbeiten im Bereich der Autobahnbrücke blieb das Vorhaben innerhalb des vorgesehenen Haushaltsansatzes von 500.000 Euro.
Wirtschaftliche Alternative zur Premiumroute
Ursprünglich war vorgesehen, den Dachsweg im Rahmen der „Premiumroute Radschnellweg Hatten–Oldenburg“ auszubauen. Das Projekt wurde im August 2025 im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt vorgestellt und beraten. Für die Umsetzung hätte die Gemeinde rund 3 Millionen Euro im Haushalt 2026 bereitstellen müssen.
Angesichts der angespannten Haushaltslage, der nicht gesicherten Fördermittel und des voraussichtlich hohen kommunalen Eigenanteils entschied der Verwaltungsausschuss am 18. September 2025 einstimmig, das Premiumroutenprojekt zunächst nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen sollte der Dachsweg mit einem deutlich geringeren Mitteleinsatz saniert werden. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, 500.000 Euro für die Maßnahme im Haushalt einzuplanen.
Die Gemeinde hält weiterhin Ausschau nach geeigneten Fördermöglichkeiten, um einen weitergehenden Ausbau der Radverbindung gemeinsam mit der Stadt Oldenburg zu ermöglichen.
Die Bauarbeiten begannen am 11. Mai 2026 und wurden Ende September abgeschlossen. Die Umsetzung erfolgte über das Jahresbauprogramm mit der Firma Hotze.
Je nach Zustand und Anforderungen wurden die einzelnen Abschnitte unterschiedlich saniert. Insgesamt wurden mehrere Teilstrecken vollständig neu gepflastert. In weiteren Bereichen wurde das vorhandene Pflaster durchgefräst, der Unterbau mit Schotter ergänzt und eine neue Asphaltdeckschicht aufgebracht.
Ein gut 500 Meter langer Abschnitt erhielt eine zehn Zentimeter starke Asphaltdeckschicht. Die befestigte Breite beträgt dort 3,5 Meter. Für den landwirtschaftlichen Verkehr wurden die Seitenräume beidseitig mit jeweils 50 Zentimetern Schotter verbreitert.
Auch der abgesetzte Radweg wurde auf einer Länge von 780 Metern erneuert und auf etwa 2,3 bis 2,5 Meter verbreitert. Nach dem zusätzlichen Einbau von Schotter erhielt er eine neue Asphaltdeckschicht.
Zusätzliche Arbeiten unter der Autobahnbrücke
Im Bauverlauf waren Anpassungen an der ursprünglichen Planung erforderlich. Insbesondere unter der Autobahnbrücke musste aufgrund des starken seitlichen Gefälles mehr Pflaster erneuert werden als zunächst vorgesehen. Auch in einzelnen Abschnitten erwies sich ein ursprünglich geplanter teilweiser Pflasteraustausch als nicht ausreichend.
Zudem wurde ein Abschnitt, der ursprünglich ebenfalls gepflastert werden sollte, aus Gründen des Bauablaufs und zur Begrenzung der Kosten in Asphalt ausgeführt. Unter den neu gepflasterten Flächen wurde ein Fließ eingebaut, um möglichen Versackungen im moorigen Untergrund entgegenzuwirken.
Die Sanierung des Dachsweges konnte somit trotz zusätzlicher Arbeiten innerhalb des vorgesehenen Budgets abschließen. Mit der Erneuerung des Dachswegs wurde die bestehende Radverbindung in Richtung Oldenburg verbessert, ohne die erheblich höheren Investitionen der ursprünglich diskutierten Premiumroute aufbringen zu müssen.
Guido Heinisch

