Baustart für neue Kindertagesstätte in Kirchhatten
Mit einem symbolischen Spatenstich ist der Neubau der Kindertagesstätte am Bernhard-Müller-Weg in Kirchhatten offiziell auf den Weg gebracht worden. Bereits am 4. Mai 2026 hatten die vorbereitenden Arbeiten auf dem Grundstück begonnen. Nun wird das Vorhaben auch vor Ort sichtbar: Auf dem rund 4.034 Quadratmeter großen Areal entsteht in den kommenden Monaten eine moderne Kindertagesstätte, die Platz für zwei Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen bieten wird.
Der Standort liegt im Bereich des kleinen Neubaugebietes am Bernhard-Müller-Weg. Die Erschließung erfolgt ebenfalls über den Bernhard-Müller-Weg. Für die Gemeinde ist der Neubau ein wichtiger Baustein, um die Betreuungssituation nachhaltig zu verbessern. In den vergangenen Jahren war der Bedarf an Betreuungsplätzen in Hatten deutlich spürbar. Mit der neuen Einrichtung soll dieser Engpass gezielt abgebaut werden.
„Wir freuen uns sehr, dass dieses wichtige Projekt nun in die Umsetzung geht“, sagt Tobias Hunger, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. „Mit der neuen Kindertagesstätte schaffen wir dringend benötigte Plätze für Kinder und Familien in unserer Gemeinde. Dabei geht es uns ausdrücklich nicht nur darum, zusätzliche Räume bereitzustellen. Unser Ziel ist es, gute Bedingungen für eine verlässliche, pädagogisch wertvolle und kindgerechte Betreuung zu schaffen.“
Hunger überbrachte beim Spatenstich zugleich die Grüße von Bürgermeister Guido Heinisch, der gerne persönlich an dem Termin teilgenommen hätte, aus gesundheitlichen Gründen jedoch verhindert war. „Bürgermeister Guido Heinisch hat die Verbesserung der Betreuungssituation von Beginn seiner Amtszeit an als eine der dringenden Aufgaben gesehen. Ihm war immer wichtig, dass wir nicht nur den Mangel an Plätzen beheben, sondern dass wir Betreuungsmöglichkeiten schaffen, die den Bedürfnissen der Kinder, der Familien und auch der Mitarbeitenden gerecht werden“, so Hunger.
Die Kosten für den Neubau liegen nach der letzten Kostenberechnung bei rund 4,94 Millionen Euro brutto. Im Haushalt der Gemeinde sind hierfür fünf Millionen Euro vorgesehen. Die bisherigen Ausschreibungsergebnisse stimmen die Gemeinde zuversichtlich: Sie lagen unter den ursprünglichen Schätzungen, sodass der derzeit vorgesehene Kostenrahmen nach aktuellem Stand eingehalten werden kann.
Der Zeitplan sieht eine Bauzeit von Mai 2026 bis Juni 2027 vor. Das Richtfest ist grob für September 2026 eingeplant. Die Fertigstellung soll nach derzeitigem Stand im Mai oder Juni 2027 erfolgen. Die Trägerschaft der neuen Einrichtung wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben.
Im Inneren der neuen Kindertagesstätte sind für jede Gruppe eigene Garderoben, Sanitärbereiche sowie Mehrzweck- beziehungsweise Ruheräume vorgesehen. Ergänzt wird das Raumkonzept durch einen Mitarbeiterraum, ein Leitungsbüro sowie einen Technikraum mit separatem Zugang von außen. Dadurch können Wartungsarbeiten später durchgeführt werden, ohne den Kita-Alltag unnötig zu beeinträchtigen.
„Ein solches Projekt ist nur möglich, wenn viele Beteiligte zuverlässig zusammenarbeiten“, betont Hunger. „Ich danke allen, die die Planung und Vorbereitung mit großem Engagement begleitet haben. Dazu gehören insbesondere unser Gemeindearchitekt Tim Bruns, der das Projekt auf baulicher Seite koordiniert, Frederik Kapels für die Abstimmungen rund um die Anpassung des Bebauungsplans, Kerstin Diekhöfer für die organisatorische Begleitung sowie Christine Loidl, Leiterin der Kindertagesstätte Hebbelstraße, die ihre fachliche Erfahrung aus der Praxis eingebracht hat. Dieses Wissen aus Verwaltung, Planung und Kita-Alltag ist für ein gutes Ergebnis besonders wertvoll.“
Auch bei der Vergabe der Arbeiten wurde darauf geachtet, regionale Strukturen einzubeziehen, soweit dies möglich war. Die Planung des Gebäudes stammt von der Architektur-ARGE Kietzmann/Runge, die zuvor im Rahmen eines Ideenwettbewerbs überzeugt hatte.
Ein besonderer Schwerpunkt des Neubaus liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Die geneigten Dachflächen sollen mit einer Photovoltaikanlage mit rund 110 kWp ausgestattet werden. Zusätzlich ist ein Speicher mit einer Kapazität von 50 kW vorgesehen. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. In allen Bereichen wird eine Fußbodenheizung eingebaut.
Auch die Gestaltung des Gebäudes wurde bewusst auf die Nutzung als Kindertagesstätte ausgerichtet. Der eingeschossige Baukörper erhält ein langgezogenes Walmdach, ergänzende begrünte Flachdachbereiche sowie eine markante Dachform über dem Bewegungsraum. Vor- und Rücksprünge in der Fassade sowie der Wechsel aus Putz- und Holzflächen sollen dem Gebäude eine freundliche und aufgelockerte Wirkung geben.
Im Außenbereich entstehen getrennte Spielflächen für Krippen- und Kindergartenkinder. Zudem sind rund 15 Stellplätze, ein Behindertenstellplatz sowie Fahrradstellplätze im Eingangsbereich vorgesehen. Zur südlich angrenzenden Bebauung wird ein Pflanzstreifen angelegt. Für die Bewässerung ist eine eigene Zisterne geplant, die bei Bedarf auch für umliegende Grünflächen genutzt werden kann.
