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Digitale Entwicklung im Landkreis Oldenburg

Christian Pundt, Landratskandidat für den Landkreis Oldenburg und Bürgermeister der Gemeinde Hatten, Stefan Muhle, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und Silke Müller, Oberschuldirektorin der Waldschule Hatten, diskutieren über das Thema Digitalisierung an Schulen und ziehen bei den Inhalten an einem Strang.

In einem fachlichen Austausch per Videokonferenz tauschten sich Staatssekretär Stefan Muhle Staatssekretär (CDU), die Oberschuldirektorin der Waldschule Hatten, Silke Müller und Landratskandidat und der derzeitige Bürgermeister der Gemeinde Hatten, Christian Pundt über die Weiterentwicklung und Optimierung der Digitalisierung an Schulen aus. „Um einheitliche und fachliche Inhalte einzufordern und umzusetzen, setzt man sich mit den Personen zusammen, die etwas davon verstehen“, so Bürgermeister Pundt. Bisher werden an den Schulen meist unterschiedliche Modelle umgesetzt und Eltern können so kaum eine fundierte Entscheidung treffen, wo ihre Kinder später die Schule besuchen sollen. Manche Schulen haben sich inhaltlich früher auf dem Weg begeben, wie beispielsweise die Waldschule in Hatten. „Der Schulträger hat die Schule bisher immer in ihren Bestrebungen unterstützt. Inhaltlich umsetzen und die Digitalisierung in den schulischen Alltag zu implementieren ist jedoch die ureigenste Aufgabe einer Schule. Dafür braucht es eine angemessene Anzahl an Stunden“, so Silke Müller. Staatssekretär Muhle lobte die erfolgreiche Arbeit der Schule und die Zusammenarbeit mit dem Schulträger. Er ist sich bewusst, dass noch viel Arbeit in die Digitalisierung eingebracht werden muss. Insbesondere muss die Anbindung der Schulen an Glasfaserleitungen schneller umgesetzt werden. „Es ist positiv zu sehen, dass digitale Unterrichtsinhalte weiter in den Schulalltag integriert werden. Wichtig ist jedoch, dass auch die Voraussetzungen im personellen und sachlichen Ausstattungen vorliegen müssen,“ stellen alle drei fest. Niedersachsen und Deutschland insgesamt muss im Bereich der Digitalisierung schneller und besser aufgestellt werden.

Drei Kernbereiche hätten sich aus dem gemeinsamen Gespräch, die auf Länder-aber auch auf kommunaler Ebene kurz-und langfristig gelöst werden müssen, konkretisiert:

Zum einen gilt es, den Schulen entsprechende Verfügungsstunden zur Verfügung zu stellen. „Jede Schule hat eine entsprechende Anzahl an Stunden für die allgemeine Aufgabenwahrnehmung zur Verfügung. Für die Digitalisierung wurde bisher keine einzige Stunde zusätzlich bereitgestellt,“ so Silke Müller. Dies ist ein zentrales und kurzfristiges Anliegen und findet auch bei Muhle und Pundt ausdrücklich Unterstützung.

Pundt berichtet dass vorhandene Stellen als Schulassistent*in zwar dem Bereich der digitalen Arbeit zugeschrieben werden, jedoch Stellenausschreibungen so offen gehalten werden, dass digitale Kompetenzen für die Besetzung nicht erforderlich sind. Dies muß zwingend an die Realität angepasst werden, so die Ansicht des Hauptverwaltungsbeamten.

Als zweiten Punkt nennt Pundt als Ergebnis nach den Gesprächen zukünftig die Besetzung von IT-Stellen an den Schulen. Dies wird in Teilen teilweise durch Verträge mit Fachfirmen (IT-Support) oder zentral bereits umgesetzt. In vielen Gesprächen wird deutlich, dass hier vor Ort Kompetenzen benötigt werden. Hier gilt es, Fachpersonal bereit zu stellen, das dann an den Schulen vor Ort die Arbeit leistet. „Was bringt die beste technische Ausstattung, wenn diese vor Ort nicht optimal genutzt werden kann,“ so Pundt.

„Die Digitalisierung wird die Berufswelt weiter verändern. Eine Anpassung an die Lebensrealität ist daher notwendig“, so Pundt.

Als dritter Kernbereich wird daher angeregt werden, auf Landesebene den Beruf des pädagogischen Schul-IT-Admins zu etablieren. Dies kann in einem Bachelorstudiengang münden oder als Aufbaustudiengang. Wichtig ist, dass jemand mit fachlichem Verständnis für IT-Fragen auch pädagogisches Wissen einbringen kann, um Schulungsaufgaben zu übernehmen. „Die weiteren Anforderungen für einem pädagogischen Schul-IT-Admins wurden von mir in einem Ideenpapier“ zusammengefasst und meinen beiden Gesprächspartnern übergeben“, so Silke Müller. „Insgesamt wurde deutlich, dass die Chancen aus der derzeitigen Situation genutzt und gemeinsam verstärkt werden müssen“, so Pundt.