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Ausstellungseröffnung "Pixel und Pinsel" am 13. Juni 2019

Am Donnerstag, den 13. Juni 2019 um 18:00 Uhr wird die Ausstellung „Pixel und Pinsel“ von Bernhard Schwarze aus Rastede im Rathaus in Kirchhatten eröffnet. Als Einführung zum Thema spricht Bernhard Schwarze mit Bildprojektionen über „die Kunst der Natur und ihre Formgebungsprinzipien“.

 

Schon immer faszinierten Bernhard Schwarze die kleinen Kunstwerke der Natur, seien es Blätter, Mineralien oder eine Holzmaserung. Sie sind der Rohstoff, aus dem er mit digitaler Bildtechnik das innewohnende grafische Potential herauszuschälen versucht.

 

In der Verschränkung verschiedener Bildebenen ergeben sich dabei für unsere Sehgewohnheiten oft überraschende Assoziationen. Aus dem digitalen Flechtwerk der Computergrafik erwachsen wie Traumsequenzen Landschaften und Architekturkörper. Vielfach wird in einer eigens entwickelten Relieftechnik die Ausdruckskraft grafischer Musterbildungen plastisch vertieft. Es kommt damit zu Grenzgängen zwischen Computergrafik und Malerei.

 

Wer kennt sie nicht, die kleinen Kunstwerke der Natur. Täglich gehen wir achtlos vorüber. Oft verbergen sie sich etwa in einem Blatt, in einer Holzmaserung oder im Geäst einer Baumkrone. Vor 500 Jahren sagte Albrecht Dürer: „Wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur. Wer sie heraus kann reißen, der hat sie.“ Mit dem Computerzeitalter haben sich seitdem ganz neue Medien entwickelt, um dem „Kunstwerk Natur“ nachzuspüren. Statt mit Pinseln lässt sich auch mit Pixeln im Computer malen. Diesen Weg hat Bernhard Schwarze genommen.

 

Von der Ölmalerei herkommend sucht er seit vielen Jahren mit den Präparierwerkzeugen der digitalen Bildtechnik aus Naturformen das innewohnende grafische Potential herauszuschälen und für das Auge frei zu setzen. Als Rohstoff dienen ihm z.B. Makroaufnahmen von Objekten, die manchmal schon vor der Haustür zu finden sind. Meistens wird in einer eigens entwickelten Relieftechnik die Ausdruckskraft grafischer Musterbildungen plastisch vertieft.

 

Dabei lassen sich im digitalen Flechtwerk der Computergrafik verschiedene Elemente zu neuen, für unsere Sehgewohnheiten oft überraschenden Verbindungen zusammenführen. Es kommt zu einem Spiel mit unserer Vorstellungskraft und zur Entdeckung ungeahnter Entsprechungen.

 

Das Aderwerk eines Blattes lässt an einen sich verzweigenden Baum denken, Gesteinsmaserungen können an geologische Schichtungen und Landschaftsbildungen erinnern oder kristalline Gefüge an Architektur.

 

Das Große spiegelt sich im Kleinen und das Kleine ist ein Abbild des Großen. Schwarze meint, wenn es darum geht, die Welt im Reichtum ihrer Feinstrukturen als ein sich durchdringendes Netzwerk abzubilden, bietet sich die Computergrafik wie kaum ein zweites künstlerisches Medium an.

 

Die Kunstwerke von Bernhard Schwarze sind vom 10. Juni bis zum 02. August 2019 im Rathausfoyer zu sehen.