Neues Schulkonzept für die Hatter Grundschulen

Grundschule Sandkrug, Standort Streekermoor

Im Jahr 2015 fasste der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Hatten folgenden Beschluss: 

„Die Verwaltung wird gebeten, in Kooperation mit den Schulleitungen und den Elternvertretern ein Konzept für alle Grundschulen zu erarbeiten, dass den Raum- und Ausstattungsbedarf berücksichtigt, damit der Rahmen für investive Maßnahmen der nächsten Jahre kalkuliert werden kann.“ 

Nach Betrachtung der bisher erfolgten Maßnahmen startete die Gemeinde Hatten Anfang des Jahres 2016 die erste Phase zur Erarbeitung eines Konzeptes für die Hatter Grundschulen. In persönlichen Ortsterminen und Gesprächen mit den Schulleitungen konnte die Verwaltung feststellen, dass viele Unterhaltungsmaßnahmen anstehen und eine moderne, auf die Zukunft ausgerichtete Bildungslandschaft mit den vorhandenen Schulstrukturen schwer umsetzbar sein wird. Nachdem alle notwendigen und vorgeschriebenen Baumaßnahmen aufgenommen waren und die Investitionen der vergangenen zehn Jahre an den beiden Schulen und der Außenstelle Streekermoor aufgelistet waren, wurden die Elternvertreter und die Lehrerkollegien der Schulen angeschrieben und um Teilnahme an einer Analyse der Grundschulen gebeten. 

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Bürgermeister Christian Pundt führt dazu aus: „Eine zukunftsfähige Grundschullandschaft zu planen und fortzuentwickeln, ist ohne eine zusätzliche Beteiligung der Eltern, der Lehrer, der Kinder und im nächsten Schritt der Kommunalpolitik nicht möglich. Es ist mir daher sehr wichtig, dass gerade die Nutzer der Schulen mit ihrem Wissen und ihrer täglichen Erfahrung Einfluss auf das Konzept nehmen können. Deshalb habe ich mich nach Abstimmung im Hause auch zu diesem nachhaltigen und zukunftsfähigen Weg entschieden, um nicht ausschließlich zu reagieren, sondern aktiv agieren zu können.“ 

Die Methode, die dazu vom zuständigen Amtsleiter (zukünftig Fachbereichsleiter) Herrn Tobias Hunger im Rathaus vorgeschlagen wurde, ist nicht einfach nur ein Wunschzettel, sondern eine Analyse der Bedarfe unter Berücksichtigung der äußeren Einflüsse. Jede am Prozess beteiligte Gruppe (Eltern, Lehrer, teilweise die Kinder, Schulpersonal) sollte jeweils für sich die Chancen, die Risiken, die Stärken und die Schwächen ihrer Grundschule aufzeigen. 

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Um diesen, auch für die Schulen, intensiven Prozess vernünftig und breit aufzustellen, brauchte es Zeit. Diese Zeit erhielten die Eltern und Lehrer/innen. 

Damit auch die Eltern der neuen Erstklässler des Schuljahres 2016/2017 an dieser Analyse teilnehmen konnten, wurde der erst festgelegte Zeitrahmen nochmals erweitert. Auch die Lehrerinnen und Lehrer verbanden die Erarbeitung ihrer Ergebnisse mit der Aktualisierung ihres Schulprofils, aus dem sich auch ein pädagogisches Konzept mit Raumbedarfes entwickelt hat. Vorteil dabei war und ist es, dass sich die pädagogischen Anforderungen in den Antworten wiederfinden.

Die Schulen stellten ihre Ergebnisse im Januar den Elternvertretungen, der Gemeindeverwaltung und den Mitgliedern des Rates vor. Die Ergebnisvorstellung der Eltern folgte am 1. Februar 2017. 

Anhand der vorgestellten Ergebnisse erarbeitet die Verwaltung nun gemeinschaftlich mit den Schulleitungen und einem Architekturbüro, das sich auf diesen Arbeitsbereich spezialisiert hat, ein Raumprogramm. Dies soll klären, welche Bedarfe sich aus den Ergebnissen ableiten lassen. Welche Räume, werden in welcher Größe benötigt, um den Anforderungen der pädagogischen Profile gerecht zu werden? Einfließen werden auch die hilfreichen und konkreten Anregungen aus der Elternschaft. Dabei werden neben den Ergebnissen auch Erfahrungen anderer Schulen einfließen. 

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Das so erarbeitete Raumprogramm soll schließlich Grundlage für eine Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsstudie sein. Ein externes Unternehmen wird die bestehenden Objekte aufnehmen und mit den Anforderungen des Raumbedarfsprogrammes abgleichen. Die Studie soll die Fragen beantworten, ob sich das Raumprogramm – und somit die Ergebnisse der Schulen und der Eltern – mit den bestehenden Objekten realisieren lässt und welche unterschiedlichen Möglichkeiten in diesem Zusammenhang aus pädagogischer und wirtschaftlicher Sicht gegeben sind. Dieser reichen von Umbau, Anbau, Teilsanierung bis Neubau. 

Durch diese Vorgehensweise stellt die Gemeinde sicher, dass das große Engagement aller Beteiligten in diesen Prozess einfließt, die Umsetzung strategisch und damit nachhaltig ausgerichtet ist. Aufgrund der beschränkten Leistungsfähigkeit einer Kommune müssen zwingend auch wirtschaftlichen Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Die realistische Einschätzung durch eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie verhindert zudem, dass "Luftschlösser" gebaut werden, die am Ende nicht finanzierbar sind. 

Interessierte Eltern, Ratsmitglieder, Lehrerinnen und Lehrer sowie Bürgerinnen und Bürger können sich auf dieser Seite weiterhin über den aktuellen Stand informieren.